Völseggspitze

RUND UM DEN SCHLERN

28. Sep 2025

PANORAMATOUR ZUR VÖLSEGGSPITZE

(8 km / ↑↓ 640 m)


Der Tschafatschzug ist ein südwestlicher Ausläufer der Schlerngebirges, der steil gegen das Eisacktal hin abfällt. Wir waren in der Gegend schon einmal vom Völser Weiher zur Hofer Alpl gewandert und hatten das großartige Panorama vom Etschtal über die Texelgruppe bis zum Alpenhauptkamm bewundert. Noch weiter geht die Aussicht von der Völseggspitze. Der nähern wir uns von Osten und können damit auch auf der herrlich gelegenen Tschafonhütte einkehren.


Es ist eine einfache, familienfreundliche Wanderung vom Parkplatz in Weißlahnbad aus, und weil Sonntag ist, rechnen wir nicht damit, die Berge in Einsamkeit zu genießen. Aber nach unserer fordernden Tour durch den Rosengarten gestern ist so eine leichte Sonntagswanderung genau das Richtige. Auf den ganzen Parkplätzen entlang der Nigerpassstraße, die sich am Fuße des Rosengartens entlang schlängelnd Karersee mit Tiers verbindet, ist schon gut Betrieb. Nach einigen grauen, nassen Tagen ist endlich wieder Traumwetter in den Dolomiten, da zieht es alle in und auf die Berge.


Blick von Weißlahnstein Richtung Rosengarten
Zwischen Weißlahnstein und Wuhnleger
Schafe grasen an einem Berghang
Blick Richtung Ortler Alpen
Wuhnleger Alm

Schon von Weißlahnbad und auch dem etwas tiefer gelegenen St. Zyprian aus hat man einen traumhaften Blick auf den Rosengarten. Hoch oben neben den Vajolettürmen blitzt das Dach der Santnerpasshütte in der Morgensonne auf. Auch die Kölner Hütte, auf der wir am Vortag waren, lässt sich leicht ausmachen, endet dort doch die Seilbahn, die unweit unseres Hotels in Welschnofen startet.


Blick auf Weißlahnbad und den Rosengarten
Wanderweg zur Tschafonhütte
Blick Richtung Latemar
Auf dem Wanderweg
Eine Bank lädt zum Entspannen ein
Haflinger Pferde vor Bergkulisse
Kreuz auf der Völseggspitze
Tatzelwurmbank
Blick Richtung Bozen

Vom Parkplatz (1.195 m) folgen wir einem Wirtschaftsweg bis zur idyllischen Wuhnleger-Alm. Kühe und Pferde leben hier wie im Paradies. Dahinter wird der Weg etwas steiler. Für Wandernde empfiehlt es sich, den schönen, parallel zur Straße durch den Wald verlaufenden Pfad zu nehmen.


Erstmal zum höchsten Punkt 


Nur etwas mehr als eine Stunde benötigen wir bis zum Schutzhaus Tschafon (1.737 m), das auf einem Plateau und mit herrlicher Aussicht auf Rosengarten, Latemar und Schlern sitzt. Zur frühen Mittagszeit ist schon reichlich Betrieb. Wir haben noch keinen Hunger und beschließen daher, direkt den Abstecher zur Völseggspitze dranzuhängen.


Nach 20 Minuten Aufstieg stehen wir am Gipfel (1.834 m). Die Aussicht von der in Form eines Tatzelwurms geschnitzten Holzbank dort ist unglaublich. Unter uns, zwischen Eisack- und Etschtal, breiten sich die Sarntaler Alpen aus, wir schauen auf Bozen und dahinter Richtung Ortler, der sich aber unter Wolken versteckt, über die Texelgruppe, die ich schon auf dem Meraner Höhenweg umrundet habe, zu den Gipfeln der Ötztaler und Stubaier Alpen – man sieht fast ganz Südtirol. Dafür hat sich der Weg hinauf schon gelohnt. 


Es gibt lokal gebrautes Bier


Noch lohnender wird der Ausflug durch die Einkehr an der Tschafonhütte. Da wir abends noch ein Date im Steakhaus haben, wollen wir nur eine Kleinigkeit essen und einigen uns auf Kaiserschmarrn zum Teilen. 

Dazu bestelle ich ein hopfengestopftes Wiener Lager der Bozener Brauerei Batzen. Ich hatte ein bisschen gehofft, dass sie das Völser Antonius hätten, aber Batzen ist auch super. Der Wirt freut sich, dass ich das Bier lobe, und spendiert uns noch eine Runde Schnaps. Prost!


Es ist ein bisschen frisch geworden im Schatten. Ansonsten könnte man hier wirklich ewig sitzen. Igendwann müssen wir an diesen wunderbaren Ort zurückzukehren. Vielleicht dann mal auf einer längeren Runde über die Sesselschwaige oder um den Rosengarten im Sonnenuntergang zu genießen. Das muss traumhaft schön sein. 


Trouble in Paradise


Am Wuhnleger machen wir einen kleinen Schlenker, um den Teich am Rand der Alpe mitzunehmen. Ein bisschen Trouble ist im Paradies: Offenbar wurde ein Tier abtransportiert. Wir haben nicht mehr gesehen, um was es sich handelte, aber zwei Pferde und eine Kuh sind dem Transporter hinterher gerannt, kehren nun aber zu ihren Kumpels auf die Wiese zurück.


Schutzhaus Tschafon
Schutzhaus Tschafon
Herbstblumen am Schutzhaus Tschafon
Blick über den Wuhnleger zum Rosengarten
Abstieg nach Weißlahnbad

Der Rosengarten hat sich mittlerweile in Wolken gehüllt. Da oben wird es nun genauso ungemütlich sein wie gestern, als wir im Nebel über das verschneite Tschagerjoch gekraxelt sind. So schnell geht’s. Wir sind sehr froh, heute eher in moderaten Höhen unterwegs gewesen zu sein. Um halb vier sind wir zurück am Wanderparkplatz in Weißlahnbad.


Nützliche Links

outdooractive.com - Details und Karten zur Wanderung

eggental.com - Tourismuswebsite der Ferienregion zwischen Rosengarten und Latemar 

suedtirolerland.it - die verschiedenen Regionen der südtiroler Dolomiten im Überblick

Südtirol Mobil - Fahrplansuche für Bus und Bahn