2014 NE Fazit
Reiseführer-Sammlung

FAZIT

Die 23. USA-Reise war mal wieder eine sehr schöne. Die Mischung aus Bergen und Küste, aus blitzsauberen Städtchen und einsamen Wanderwegen, aus Kultur und gutem Essen gefällt uns ausgesprochen gut an New England.

Two Happy Travelers

Überhaupt nicht nachvollziehen kann ich die immer wieder zu lesende Meinung, das "wahre Amerika" sei eher der Westen des Landes. Klar, die Weite der Wüsten und die einmaligen Landschaften der Canyonlands kann man nur im Südwesten erleben. Die relativ dichte Besiedlung und die vertrauten Dimensionen von Landschaften und Orten im Nordosten scheinen uns europäisch vorzukommen. Und doch ist New England ur-amerikanisch.

 

Dass die Geschichte hier weit zurückreicht, ist überall zu spüren. Die Städte und Dörfer sind gewachsen, ruhen in sich und ihrer Historie - anders als in anderen Gegenden der USA, wo beliebig Vororte und Siedlungen ins Nichts gebaut werden, die einander gleichen wie ein Ei dem anderen. Wer Amerika kennenlernen will, kommt nicht umhin die Wiegen der Nation zu besuchen - und eine besonders wichtige steht ganz gewiss im Nordosten. Das wurde uns auf dieser Reise wieder einmal bewusst.

 

Regen durchkreuzte die Wanderpläne

 

Viel mehr wandern wollten wir eigentlich - was das unbeständige Wetter mit relativ viel Regen verhinderte. Das jeweilige Alternativprogramm hat uns aber immer viel Spaß gemacht, ob der Besuch des Norman Rockwell Museums in Stockbridge oder die Brauereibesichtigung in Burlington. Die Wanderungen selbst stellten sich oft als viel anstrengender heraus als im Vorfeld vermutet. Einige Trails waren auch nicht gerade in allerbestem Zustand. Daher würden wir bei der nächsten Reise nach New England unbedingt wieder den Acadia National Park auf die Liste setzen, findet man in den Nationalparks doch in der Regel bestens gepflegte Wege vor. Die schönste Wanderung war wohl die auf dem Nancy Pond Trail in den White Mountains, aber auch die Tour auf den Bear Mountain war sehr abwechslungsreich.

 

An der Küste hat uns besonders Ogunquit gefallen. Absolut empfehlenswerte Station auf einer New England-Tour - wie uns überhaupt Maine vom letzten Trip noch in guter Erinnerung ist. Es lohnt, sich für diesen Staat viel Zeit zu nehmen. Noch mehr gilt das natürlich für New York City. Es war mein achter Besuch in der größten Stadt der USA - und wieder haben wir spannende Ecken entdeckt, die wir noch nicht kannten. Beim nächsten Mal wollen wir uns mal wieder etwas intensiver und ausgiebiger auf die Stadt einlassen und möglichst eine ganze Woche bleiben.

 

Timing ist Glückssache

 

Den genauen Höhepunkt des Indian Summer zu erwischen, ist natürlich immer reine Glückssache. Der Herbst kann sich in der Gegend von einem Jahr auf's andere genauso verschieben wie bei uns in Deutschland. Diesmal kam er durch den trockenen Sommer etwa zwei Wochen früher als gewöhnlich, so dass die Laubfärbung schon weit fortgeschritten und die Blätter in den höheren Lagen der Berge sogar schon von den Bäumen gefallen waren. Aber auf einer Rundreise zwischen Ende September und Mitte Oktober erwischt man immer irgendwo die "peak foliage", von daher muss man sich da auch nicht zu verrückt machen lassen.

 

Hotels, Flüge, Mietwagen - alles fein

 

Mit den Hotels waren wir durchgehend zufrieden. Am originellsten war wohl das Briarcliff Motel in den Berkshires. Und in New York City müssen wir einfach wieder etwas tiefer in die Tasche greifen, das La Quinta war für unseren Geschmack gerade so okay.

 

Die Flüge mit Lufthansa verliefen absolut reibungslos, auch mit dem Mietwagen von Hertz gab es keinerlei Probleme. Das Handling bei Übernahme und Rückgabe war professionell und fix.

 

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Unentbehrliche Begleiter

 

In diesem Urlaub hat sich auch mal wieder der Wert eines guten Reiseführers gezeigt. Da muss man einfach ein bisschen testen, welche Reihe am besten zu den eigenen Vorlieben passt. Der Lonely Planet ist meist ganz nach unserem Geschmack, enthält er doch auch viele ein bisschen alternative und spezielle Tipps. Die New England-Ausgabe leistete uns unterwegs allerbeste Dienste. Für New York ist die jeweils aktuelle Edition des Time Out unentbehrlich. Ein guter Reiseführer spart jedenfalls Stunden und Tage der Recherche im Internet. So neunmalklug bin ich nicht, dass ich denke, da würde man schon alles finden.

Zahlenspiele

Gefahrene Meilen: 1.575 (= 2.520 km)

Flugpreis pro Person: 600 EUR

Mietwagen: 702 EUR