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Bryce Canyon

Di, Feb 25, 2014

AUF NACH UTAH

Heute verlassen wir Las Vegas und machen uns auf nach Utah. Der Bryce Canyon National Park ist die erste Station. Wir hoffen auf Schnee zwischen den roten Sandstein-Hoodoos.

In aller Frühe packen wir unsere Siebensachen zusammen, lassen den Captiva vor die Tür des Trump Hotels fahren und füllen Tank und Magen am letzten Truckstop vor der Wüste. 87er fürs Auto, Donuts und (höllisch heißen!) Cappuccino für uns. Dann geht es auf der Interstate 15 lange geradeaus. Sehr lange. In Cedar City wird uns die Autobahn zu langweilig. Wir verlassen die Interstate, um statt auf der schnellsten Route durch die Berge Richtung Bryce Canyon zu fahren.

 

Schnee am Straßenrand

 

Direkt hinter der vor allem aus Motels und Tankstellen bestehenden Stadt führt die 14 als Markagant High Plateau Scenic Byway durch den wunderschönen Cedar Canyon. An den Hängen der Schlucht kleben skurrile Eisgebilde und je mehr wir an Höhe gewinnen, desto weißer wird es am Straßenrand. Wir kommen am Abzweig zum Cedar Breaks National Monument vorbei, das allerdings jetzt im Winter geschlossen ist. Auch das Skigebiet Brian Head ist nicht weit entfernt. Eigentlich sollte man hier aber mal im Herbst entlangfahren, dann müssten die jetzt kahlen Espenwälder im bunten Laubkleid traumhaft leuchten.

 

Gegen 14 Uhr erreichen wir Bryce Canyon. Conny freut sich seit Stunden darauf, denn ihr ist eingefallen, dass es im dortigen Diner ja den besten Hot Dog aller Zeiten gibt. Zumindest war sie auf einer vorherigen Reise mal völlig hin und weg von diesem Hot Dog. Aber: Leider nein, leider gar nicht. Der Laden ist "closed for the season" und macht erst im Mai wieder auf. Was für eine Enttäuschung! Der Hunger treibt uns in Ruby's Cowboy's Buffet & Steak Room auf zwei Sandwiches. Außerdem kaufen wir Postkarten, damit wir eine Beschäftigung für heute Abend haben. Die gestern erstandenen Briefmarken wollen schließlich irgendwohin verschickt werden.

 

Pflichtbesuch am Bryce Canyon

Dem Bryce Canyon National Park statten wir dann den wie immer viel zu kurzen Besuch ab. In jedem Südwest-Urlaub kommen wir hier vorbei und fahren pflichtbewusst ein paar Viewpoints ab, zum vierten Mal schon. Außer beim allerersten Mal sind wir hier aber nie wandern gegangen. Zu unserer Verteidigung sei allerdings erwähnt, dass einige Trails im Winter gesperrt sind. Auf eine Schneeschuh-Wanderung hätte ich mal Lust gehabt, aber mangels Schnee werden die zur Zeit nicht angeboten. Es liegt zwar welcher, allerdings hauptsächlich auf den Wiesen im Hinterland und knüppelhart vereist. Viel fotogener würde der sich zwischen den roten Sandstein-Hoodoos im Amphitheater machen, aber dort ist er bis auf einige Reste längst geschmolzen.

 

Wir checken im ersten Haus am Platz ein, dem Best Western Plus Grand Hotel. Und alle so: Uiuiui, die feinen Herrschaften! Ist aber ein ganz normales, wenn auch ziemlich neues Hotel. Wir beziehen ein geräumiges Zimmer mit zwei Queensize-Betten, beladen eine Waschmaschine und planschen, nachdem die nun wieder sauberen Klamotten im Trockner gelandet sind, ein bisschen im Whirlpool.

 

Wenn es Nacht wird im Nationalpark

 

Als es richtig dunkel ist, fahre ich noch einmal in den Nationalpark. Ich will den Sternenhimmel sehen. Wir befinden uns in einer der am wenigsten durch Licht verseuchten Gegenden der USA, dazu auf 2.500 Meter Höhe, da hat man meistens ziemlich freie Sicht ins All. Allein im stockdunklen Park unterwegs zu sein, ist allerdings ziemlich gruselig. In komplette Dunkelheit gehüllt reagiert das Gehör auf jedes, wirklich jedes Geräusch. Im Licht meiner kleinen Taschenlampe gehe ich an den Canyonrand - und scheitere daran, irgendwas von dem Glitzern und Funkeln am Himmel mit der Kamera einzufangen. Dann halt nicht.

Unterkunft: Best Western Plus Bryce Canyon Grand Hotel - 102 USD

Gefahrene Meilen: 290

 

Nützliche Links

Visit Las Vegas - offizielle Tourismus-Website der Stadt

Smarter Vegas - hier lässt sich Geld sparen

Mrs Arcadia - unzählige Ausflugstipps für Las Vegas

Life Elevated - deutschprachige Website mit Reisetipps für Utah

Astronomy & Night Sky Program - so funktioniert das mit dem Sternegucken richtig