20140224 NVUT 05
Neon Boneyard

Mo, Feb 24, 2014

ALLES SO SCHÖN BUNT HIER

Wir besuchen den Friedhof von Las Vegas. Den Schilder-Friedhof. Das Neon Museum bewahrt die Leuchtreklamen längst abgerissener Hotels und Kasinos auf. Der Besuch ist eine beeindruckende Reise in die Vergangenheit von Las Vegas.

Wir sind nun schon vier Tage in Amerika - höchste Zeit, mal einen Denny's aufzusuchen. Der Blick aus dem Fenster reicht, um den nächsten Diner zu lokalisieren: direkt gegenüber der stillgelegten Baustelle des Plaza nebenan.


Nach dem Frühstück machen wir uns auf die Suche nach einem Postamt. Ich habe mir zwar die Hausnummer am Las Vegas Boulevard notiert, nicht aber zwischen welchen Querstraßen in Downtown es sich befindet. Also fahren wir drei Mal dran vorbei, ehe mir das etwa auf Kniehöhe angebrachte Schild auffällt. Ich gebe ein Päckchen mit Schokolade für unsere Freundin in Pittsburgh auf. Kostet 15 Dollar und wir können sichergehen, dass es innerhalb weniger Tage ankommt - nicht wie die Weihnachtsplätzchen im letzten Jahr, die vier Wochen beim Zoll liegen blieben.


Kurios wird's als ich nach Briefmarken für "Postcards to Germany" frage. Das Porto kostet mittlerweile 1,15 Dollar, dafür braucht's vier (!) verschiedene Marken: 1 Dollar, 10 Cent, 4 Cent, 1 Cent. Und ich dachte, die Deutsche Post wäre da kreativ genug. Es bleibt jedenfalls nicht mehr viel Platz für Grüße auf der Karte.


A Walk through the Boneyard


Nun sind es nur noch ein paar Blocks bis zum Neon Museum. Hier haben wir uns für 11 Uhr zur Führung angemeldet, fünf Minuten vorher holen wir die Tickets am Schalter im ehemaligen Foyer des La Concha Motels ab, das früher ein paar Kilometer weiter südlich am Strip stand und nun dem Museum als Empfangsgebäude dient. Das stellt, richtig, Neon-Schilder aus, also die ganzen alten Teile, die mal an mittlerweile abgerissenen Hotels und Casinos hingen.


Die Dame, die uns eine Stunde lang durch das Freiluftgelände führt, weiß zu wirklich jedem Schild die passende Geschichte zu erzählen und kommt richtig ins Schwärmen, ob der daran jeweils hängenden Erinnerungen. Ist total interessant und ein Besuch des Neon Museums unbedingt zu empfehlen.


Um die Mittagszeit kratzt das Thermometer dann schon langsam an der 80-Grad-Marke. In der Sonne ist es richtig heiß! Das schreit nach einem Besuch des Hotelpools. Der ist im Trump relativ unspektakulär, die Kulisse mit dem Wynn und dem Encore gegenüber hat aber durchaus was.


Krabbenbein-Massaker bei Bubba Gump


Nach dem verbummelten Nachmittag fahren wir dann doch noch einmal bei Nike vorbei und Conny kauft sich endlich irgendein Paar Schuhe. Wir parken das Auto im Hotel Paris und laufen an Eiffelturm und Arc de Triomphe vorbei zum örtlichen Bubba Gump. Nach Monterey, Los Angeles und Orlando ist das die vierte Ausgabe der Fisch-und-Shrimps-Butze, die wir besuchen. Wie so oft bekommen wir es hier mit einer leicht überdrehten Kellnerin zu tun, die aus dem Häuschen ist über die Gäste aus Germany und sich unsere Reisepläne haarklein erzählen lässt. Mein "Bucket of Boat Trash" vereint frittierten Fisch, Garnelen und Snow Crabs mit Pommes in einer Portion. Conny hat ihre paar Coconut Shrimps nach ein paar Minuten verputzt und muss mir von nun an beim Krabbenbein-Massaker zuschauen. Das Bierglas darf ich auch mitnehmen - was für ein Fest!


Wir beschließen den Abend mit einem Besuch des Bellagio und seines Springbrunnens. Immer wieder schön!


Unterkunft: Trump  Las Vegas - 80 EUR via Hotwire + 25 USD Resort Fee

Gefahrene Meilen: 34


Nützliche Links

Visit Las Vegas - offizielle Tourismus-Website der Stadt

Smarter Vegas - hier lässt sich Geld sparen

Mrs Arcadia - unzählige Ausflugstipps für Las Vegas

Travel Nevada - Tourismus-Website von Nevada