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Yant Flat / Candy Cliffs

So, Mar 2, 2014

CANDY CLIFFS

Auf meinem Zettel für St. George steht unter anderem Yant Flat, eine Hochebene zu Füßen der Pine Valley Mountains keine 30 Meilen nördlich der Stadt, an deren Abbruchkante es hübsch bunte Sandsteinformationen gibt.

Der erste Weg an diesem Sonntagmorgen führt mich aber zu einer Drogerie, Mittelchen zur Beruhigung des Magen-Darm-Apparats besorgen. Conny hat letzte Nacht kaum ein Auge zugemacht. Ihr geht es definitiv noch schlechter als mir vor ein paar Tagen! Da wird sie wohl heute im Bett bleiben und ich muss mich allein auf die Socken machen. Das Wetter ist einfach viel zu gut, um es nicht für einen Ausflug zu nutzen.

 

Die Anfahrt nach Yant Flant ist nicht kompliziert: Man verlässt die Interstate 15 beim Örtchen Leeds, folgt der Silver Reef Road, aus der nach einer Meile die Oak Grove Road wird, die wiederum ab dem Ortsausgang ohne Asphaltdecke als Forest Road in die Cottonwood Forest Wilderness führt.

 

Der mal eher sandige, mal mehr steinige Feldweg wäre wohl zur Not auch mit einem normalen PKW zu befahren, High Clearance ist aber vor allem auf den letzten Meilen von Vorteil, wo tiefe Spurrillen zu einer sehr konzentrierten Fahrweise zwingen.

 

Wo schon drei Autos am Straßenrand parken, stelle ich den Captiva ab. Schön Farbe hat er die letzten Minuten abbekommen. Das Handy ist mit den GPS-Daten für den idealen Einstiegspunkt in das Sandsteingebiet gefüttert (man findet die z.B. auf der Website der Synnatschkes), es kann also gar nichts schiefgehen.

 

Unglaubliche Sandsteinformationen soweit das Auge reicht

 

Zunächst folge ich einer gesperrten Jeep Road über das Plateau. Wo auffällige Steinmännchen einen nach links abzweigenden Pfad markieren, verlasse ich den breiten Weg. Das GPS sagt mir, dass das richtig ist. Ein paar Minuten später stehe ich an der Böschung oberhalb des auch "Candy Cliffs" genannten Areals - eine treffende Bezeichnung für die verwirbelten Formationen, die Wind und Wasser hier in ihrem ewigen Spiel moduliert haben. Ich bin ganz allein auf weiter Flur - und komme aus dem Staunen kaum heraus. Wie wunderschön es hier ist!

Gut zwei Stunden lang laufe ich kreuz und quer über das rot, weiß und gelb gestreifte Gestein, das schwer an das Valley Of Fire oder auch die White Domes auf dem Canaan Mountain erinnert, dann mache ich mich an den Rückweg Richtung Auto. Noch eindrucksvoller wären die Candy Cliffs natürlich im späten Nachmittagslicht. Allerdings zieht es sich nun doch immer mehr zu, es lohnt sich also nicht, auf anderes Licht zu warten. Außerdem muss ich ja mal nach meiner schwächelnden Ehefrau schauen.

 

Abendessen aus dem Supermarkt

 

Conny ist dann doch wieder so halbwegs auf den Beinen, allerdings auch noch nicht unbedingt wild auf Unternehmungen außerhalb des Hotelzimmers. Wo da gerade mal keine Kinder drin herumspringen, gönne ich mir ein Bad im Whirlpool, und besorge uns dann ein bescheidenes Abendessen im bestens sortieren Smith's Supermarkt, der von innen genau so aussieht wie ein Safeway und dementsprechend auch ein ziemlich großes Sortiment an frischen Lebensmitteln anbietet. Ein bisschen Obst und Joghurt für Conny, leckere Spare Ribs und Bierchen für mich. Der Rest ist Faulenzen.

Unterkunft: Lexington St. George - 74 USD via booking.com

Gefahrene Meilen: 64

 

Nützliche Links

Life Elevated - deutschprachige Website mit Reisetipps für Utah

Visit St. George - the official tourism site for St. George & Zion Area