20180217 Madeira Tag 1
Anflug auf Madeira

Sa, Feb 17, 2018

 

STRESSFAKTOR UMSTEIGEN

Beim letzten Mal waren wir auch in aller Frühe, aber mit einem Nonstop-Flug nach Madeira gereist. Nun sollte es mit Umsteigen über Lissabon gehen. Das Ganze war stressiger als geplant...

Manchmal kann man sich Flugzeiten ja nicht aussuchen. Schon mit der Sechs-Uhr-Maschine der TAP nach Lissabon zu starten, war allerdings meine eigene, freiwillige Entscheidung im Zuge der Urlaubsplanung gewesen. Spätestens, wenn man um 3 Uhr in der Nacht aufsteht, bereut man eine solche natürlich. Aber zu spät. Um kurz vor fünf sind wir schon unter den letzten Passagieren, die sich am Check-In in Halle B des Frankfurter Flughafens zur Kofferabgabe einreihen. Abflug ist von A25, den Marsch da raus darf man getrost als die erste Wanderung des Urlaubs betrachten.

 

Die A320 ist eng bestuhlt und bis auf den letzten Platz besetzt. Wir stehen dann eine gute halbe Stunde auf dem Rollfeld herum. Eine Information über den Grund der Verzögerung gibt es nicht, mir schwant aber schon, dass das nun eng werden könnte mit unserem Anschluss. Mit einer halben Stunde Verspätung landen wir in Lissabon und müssen dort auch noch von einer Vorfeldposition mit dem Bus ins Terminal gebracht werden. 20 Minuten vor dem Weiterflug kommen wir dort an. Zum Glück ist das Gate S26 gleich am Ende der Rolltreppe. So sitzen wir wenige Minuten nach der Landung schon wieder im nächsten Flugzeug. Puh!

 

Der Flug nach Madeira ist dann recht angenehm. In unserer Dreierreihe ist ein Platz frei geblieben. Da lässt sich in aller Ruhe die Zeitung ausbreiten. Die eineinhalb Flugstunden reichen dem Personal, uns einmal mit Getränken und einem Sandwich zu versorgen. Um 10:50 Uhr landen wir auf dem tatsächlich nach dem Fußballer benannten Cristiano Ronaldo Airport. Bemvindo!

 

Vergebliches Warten

 

Wie wir uns fast schon denken konnten, war die Umsteigezeit in Lissabon zu knapp für unser Gepäck. Also geben wir am Schalter eine Vermisstenmeldung auf. Man versichert uns, dass unsere Taschen mit der nächsten Maschine um 14:15 Uhr ankommen und dann ins Hotel geliefert würden. Na dann. So müssen wir die immerhin nicht selbst schleppen.

 

Goldcar stellt uns einen silbernen Ford Fiesta als Mietwagen zur Verfügung. Eine Vollkasko-Versicherung, die mehr kosten würde als die Leihe für eine Woche, lehne ich dankend ab. Im Schadensfalls würde eh die Agentur, über die wir gebucht haben, die Selbstbeteiligung zurückerstatten. Das Smartphone angeschlossen, Google Maps gestartet - los geht’s.

 

Auf dem Weg zum Hotel legen wir noch einen kurzen Stopp in einem Supermarkt ein und erreichen durch unzählige Tunnel schon gegen halb zwei Calheta, etwa 30 Kilometer westlich von Funchal an der Südküste gelegen. Unser Hotel, das Savoy Saccharum Resort & Spa, ist ein riesiger Kasten in der Nähe des Jachthafens. Den kennen wir von einer Dolphin Cruise, die wir vor sechs Jahren von hier unternahmen. Damals gab es das Hotel noch nicht. Das ist dementsprechend top-modern und integriert in sein Design Elemente, die an die vergangenen Zeiten der Zuckerrohrindustrie an diesem Ort erinnern.

 

 

Der Empfang ist sehr freundlich und obwohl eigentlich erst ab 15 Uhr Check-In ist, hält man schon ein Zimmer für uns bereit. Das ist gut, denn wir sind ziemlich erledigt und haben eigentlich nur noch ein Bedürfnis: Mittagsschlaf. Erleichtert sinken wir in das Doppelbett.

 

Dinner in der Eisdiele

 

Die Lebensgeister melden sich erst wieder, als es Zeit wird fürs Abendessen. Das Hotel hat zwei Restaurants, eines mit Büffet, eines etwas gehobenerer à la carte. Wir wollen uns aber mal das Angebot in der Nachbarschaft anschauen. Am Hafen gibt es einige Restaurants. Die Nummer eins bei Tripadvisor ist eine Eisdiele, die “Manifattura Di Gelato”. Neben hausgemachtem Eis gibt es hier auch Pizza frisch aus dem Ofen und weitere italienische und portugiesische Gerichte. Einen Innenraum hat der Laden nicht. Man sitzt direkt an der Promenade unter Zeltplanen und Heizstrahlern. Das liest sich ungemütlicher als es in echt ist. Die Bedienungen sind über alle Maßen freundlich, das Essen - Conny nimmt Lammfilets, ich eine Pizza mit Meeresfrüchten - sehr lecker.

 

 

Zurück im Hotel können wir dann auch endlich auspacken: das Gepäck ist geliefert worden und wartet bereits im Zimmer auf uns.

Nützliche Links

Visit Madeira - offizielle Tourismus-Website der Insel

Savoy Saccharum - die Homepage unseres Hotels