2012 Florida Day 1
Miami Airport

Su, Nov 18, 2012

WELCOME TO MIAMI

Doppelte Premiere: Das erste Mal fliegen wir mit einem Airbus 380 und das erste Mal geht es in FRA vom neuen Terminal A+ los, dessen Gates seltsamerweise mit dem Buchstaben Z beginnen. In Miami erwartet uns eine lange Schlange an der Autovermietung, aber immerhin auch Temperaturen, die es erlauben, den ersten Abend des Urlaubs draußen sitzend zu verbringen .

Überraschung beim Online-Check-In: Abflug nach Miami ist 30 Minuten früher geplant, als es mir fluege.de vor ein paar Tagen per Mail mitgeteilt hat. Peanuts zwar, aber irgendwie passt es zum grenzwertigen Gesamteindruck, den dieses Buchungsportal bei mir hinterlassen hat. Also müssen wir an diesem Sonntag noch etwas früher aufstehen. Dass sich der Abflug wegen eines medizinischen Notfalls verzögen würde, konnten wir nicht ahnen.

 

Wir haben das Glück eines freien Mittelplatzes in der Dreierreihe am Fenster. Das macht den Flug ganz angenehm, ansonsten sitzt es sich im A380 wie in jedem anderen neuen Airbus. Das Unterhaltungsprogramm enttäuscht und hält kaum Interessantes bereit. Ausnahme: Die sehr amüsante französische Komödie Der Vorname. Die anderen Filme habe ich vergessen.

 

Direkt vor uns sitzt ein junger Arzt, der sich wohl weiter um den Notfall kümmert. Einmal klappt eine Frau an den Toiletten zusammen und bekommt eine Portion aus der Sauerstoff-Flasche. Ob das eine weitere oder die gleiche Patientin ist, kann ich nicht sagen. Jedenfalls meint der Mediziner, dass der Flieger besser ausgestattet sei als manche Notfallambulanz. Na dann…

 

Bemerkenswert gut schmeckt mir das Essen. Ich bin ja generell kein großer Fan von Flugzeugmampf, aber die Tagliatelle, die es zum Mittagessen gibt, schmecken fast wie beim Italiener. Gut, vielleicht nicht wirklich al dente. Aber auch der Grauburgunder ist vorzüglich - mehr davon! Warum man in einem Flugzeug Spaghetti mit Tomatensoße serviert, erschließt sich mir allerdings nicht. Aber ich muss die vollgekleckerten Sitze ja auch nicht saubermachen.

 

Schock nach der Einreise

 

Über Boston erreicht der Flieger den amerikanischen Luftraum und setzt zwei Stunden später nach einer Ehrenrunde über der Stadt mit schönem Ausblick auf die Strände in Miami International auf. Die Schlange an der Immigration lässt mehrstündiges Warten auf Einreise befürchten. Nach 30 Minuten werden wir aber an die nun verwaisten Schalter für US Bürger gewunken. Das geht jetzt zu schnell fürs Gepäck, das braucht noch etwas, ehe es uns auf dem Band entgegenkommt. Zum Mietwagen-Zentrum ist es dann eine ganz schöne Lauferei gefolgt von der Fahrt mit dem "MIA Mover". Wäre alles kein Ding - wenn bei Alamo nicht mindestens 200 Leute anstehen würden. Wahnsinn!

 

Lustig die verzweifelten Versuche der vor allem deutschen Touristen, an einem der Automaten einzuchecken. Das funktioniert leider nicht mit einem Prepaid-Voucher, was der Bildschirm aber erst nach Eingabe sämtlicher Daten verrät. Sind die alle sauer, als sie sich wieder hinten anstellen müssen. Nach 1 1/4 Stunden haben wir es schließlich an einen Counter geschafft. Ging eigentlich fast schneller, als ich gedacht habe.

 

Die Aufschwatzversuche des Service-Mitarbeiters lehne ich allesamt routiniert ab, nach ein paar Minuten habe ich den Vertrag in der Hand und wir können ins Parkhaus rüber ein Auto aussuchen. Die Choice Line trägt ihren Namen allerdings zu unrecht, denn da stehen in der SUV Midsize-Kategorie ausschließlich Jeeps vom Typ Patriot und davon noch genau einer ohne Besitzer. Dann halt her damit! Was für ein Auto die Leute hinter uns in der nicht kürzer gewordenen Schlange bekommen sollen? Keine Ahnung. Die Alamo-Reihen im Parkhaus sind jedenfalls wie leergefegt.

 

Sonntagabend in Miami Beach

 

In dichtem Verkehr geht es nach Miami Beach. Das Wyndham Garden ist schnell gefunden, nicht so ein Parkplatz. Schließlich nehmen wir den direkt neben dem Hotel und füttern den Automaten mit 15 Dollar. Dafür sollten wir bis morgen früh stehenbleiben können. Minimum für eine Stunde Parken in Miami Beach: 1,75 Dollar. Kostenlose Stellplätze gibt es gar nicht.

 

Das Wyndham besteht aus mehreren restaurierten Art Déco-Gebäuden. Ganz stylish, wenn auch recht oberflächlich renoviert. Und das Zimmer ist ziemlich klein für die Kette. Aber wir sind mitten in South Beach, zwei Blocks vom Strand entfernt, die Lage also top. Nach dem Check-In erkunden wir ein wenig die Nachbarschaft und landen ziemlich schnell am berühmten Ocean Drive. In den Bars ist ganz schön was los, das Wochenende klingt standesgemäß mit der einen oder anderen Party aus. Mir ist das ja jetzt eigentlich viel zu viel Remmidemmi. Wir setzen uns trotzdem bei einem italienischen Restaurant auf die Veranda, dem Bice im Hotel Victor, geben einem ebenfalls in Miami Beach urlaubenden Freund Bescheid, wo wir sind, und bei einer überaus eifrigen Bedienung unsere Bestellung auf.

 

Mein Essen - Risotto mit Jakobsmuscheln, Shrimps und Riesen-Garnelen - ist sehr gut, aber auch irre teuer. Dummerweise hatte ich nicht nach dem Preis der Gerichte auf der Spezialkarte gefragt. 45 Dollar wollte ich nicht unbedingt gleich am ersten Abend für ein Hauptgericht ausgeben. Conny aber wohl auch keine 19 Dollar für einen Cocktail. Da wir schließlich zu viert sind, bringen wir es noch auf eine sehr stolze Rechnung, ehe Conny und ich endgültig die Segel streichen und zwei Straßen weiter ins Bett fallen.

Gefahren: 11 Meilen / 18 Kilometer

Hotel: Wyndham Garden Miami South Beach - 100 USD via Priceline

 

Nützliche Links:

Visit Florida - Reiseinfo zu Miami

Greater Miami and the Beaches - Website des Convention & Visitors Bureau

Culture Trips - 12 Reasons Why You Should Visit Miami

TripAdvisor Forum - Antworten auf alle Fragen zu Miami Beach