2016 GTA Fazit
Auf der GTA

FAZIT

Nun bin ich nach gerademal zwei Touren noch kein Experte für die Fernwanderwege der Alpen - schönere als diese ersten Etappen auf der Grande Traversata delle Alpi kann ich mir aber kaum vorstellen. Vor allem die Bergwelt im Naturpark Veglia-Devero war atemberaubend. Ob die südlicheren, weniger hoch gelegenen Abschnitte der GTA da mithalten können? Ich bin neugierig und werde mich intensiver damit beschäftigen.

Als Vierergruppe unterwegs zu sein, war sehr angenehm. Vor allem, weil wir uns gegenseitig alle Freiheiten in Sachen Tempo ließen. Als Jüngster ging ich meist voran, wir alle bewältigten aber sämtliche Abschnitte des Weges ohne größere Probleme. Etwas alpine Erfahrung und Trittsicherheit ist auch auf der GTA gefragt, aber technisch sonderlich anspruchsvoll ist sie nicht.

 

Anders als aus den bayrischen Alpen, Österreich oder Südtirol gewohnt, kamen wir während der Tage auf der GTA mit der Ausnahme des Dörfchens Crampiolo an keiner Einkehrmöglichkeit vorbei. Dank der Brunnen am Wegesrand war aber die Wasserversorgung auch an den immer wärmer werdenden Tagen kein Problem. Und da ich eh nicht zu den Leuten gehöre, die unterwegs viel Proviant benötigen, war das jeweils bescheidene Frühstück und dann mehrgängige Abendessen in den Hütten mehr als ausreichend zur Stärkung.

 

Die Unterkünfte waren alle recht rustikal, aber zweckmäßig. Auf Hocktoiletten kann ich zukünftig verzichten, ansonsten war der Komfort allemal ausreichend, zumal die Hütten auch nie so voll waren, wie man das von "Rennstrecken" wie dem E5 kennt.

 

Ganz entspannt und reibungslos klappte die An- und Abreise mit Bahn und Bus. Wir trafen überall auf äußerst hilfsbereite und gastfreundliche Menschen. Schön, wenn man sich in Zeiten, in denen man beim Blick auf die Welt durch die Medien meinen könnte, die ganze Menschheit wäre am Durchdrehen, auf so einer Wanderung versichern kann, dass dem in der Realität nicht so ist.

Zahlenspiele:

Wanderstrecke: 80,1 km

Höhenmeter: +4.581 / -5.728